Die Schauspielerin Paz de la Huerta ist zurzeit in der Schweiz und der internationale Star hat uns einige Fragen über ihre Karriere als Schauspielerin sowie als Model und Künstlerin beantwortet.
Selina Meier
Die 36-Jährige sagt sicher einigen etwas aufgrund ihrer Vergewaltigungsklage gegen Harvey Weinstein – doch sollte sie darüber nicht definiert werden. Sie hat weit mehr zu bieten. Nach diesem Aufruhr wurde es um de la Huerta ruhig. Mit ihrem neuesten Film Puppy Love, der gerade in den Kinos in Deutschland läuft, ist sie wieder auf der grossen Leinwand zu sehen und somit zurück. Für diesen Film gewann sie am Oldenburg Film Festival 2020 den Award als Best Actress. De la Huerta hat aber nach diesem Erfolg noch viele weitere Ziele, die sie anstrebt. Sie würde gerne mit ihrer Kunst und Filmen in der Schweiz Fuss fassen und eine Kunstausstellungen ihrer Werke in Zürich organisieren. De la Huerta ist gerade in der Schweiz unterwegs, da sie auf der Suche nach einem Ort für die letzte Szene ihres Films war, den sie seit über zehn Jahren dreht. Die passende Kulisse hat sie dafür nun in Zürich gefunden. Doch reizen sie neben den beruflichen Zielen in der Schweiz auch noch Weiteres. Sie erzählt uns, dass sie zudem gerne nackt in einem See baden möchte: „Ich bewundere die natürliche Schönheit der Seen, Flussmündungen, Flüsse und Berge. Ich hoffe, dass in der Schweiz vielleicht sogar eine zweite Heimat finde“, sagt sie.

Spirituelle Kämpferin
Sich selbst würde Sie als spirituelle Kämpferin bezeichnen. Vor allem durch die Modelbranche und Hollywood hat sich ihr Leben ziemlich verändert. Doch sagt sie von sich selbst, dass sie mit sich selbst Frieden geschlossen hat und Hollywood und die Modelbranche sie zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Zudem sagt sie über sich numerologisch gesehen, dass sie hypersensibel sei. Sie versuche nicht alles persönlich zu nehmen, aber die Arbeit und ihre Kunst seien sehr wohl persönlich. «Ich versuche mich zu schützen, beispielsweise bin ich meistens nicht in den sozialen Medien», sagt sie auf die Frage hin, wie sie mit Kritik umgehen würde.
The story of crying Angels
Nun zieht es sie aber vermehrt in die Kunstwelt, wozu sie sich aber schon immer hingezogen gefühlt hat. Schliesslich wurde sie im Epizentrum der Kunstwelt in New York City, Soho, geboren. «Ich kam malend aus dem Mutterleib», sagt sie lachen. Mit ihren Kunstausstellungen hofft sie, in der Zukunft Kunst zu zeigen, an der sie seit ihrer Kindheit gearbeitet hat. «Ich male, seit ich 2 Jahre alt bin und glaube, dass wahre Künstler in jedem Medium arbeiten können.» Sie verfolgt aber auch noch viele weitere Projekte. «Ich würde gerne mein Filmprojekt in Zürich fertigstellen, bei dem ich nicht nur als Schauspielerin tätig sein, sondern auch Regie führen werde. Zudem ist eines meiner Ziele eine erste Kunstausstellung mit dem Titel The story of crying angels zu machen.» Sie habe zudem auch weitere Projekte in der Pipeline, die aber noch geheim sind.
Puppy Love
Für ihren letzten Film Puppy Love hat sie auf dem Oldenburger Filmfest einen Preis als beste Schauspielerin gewonnen. Sie erzählte uns welche Gefühle solche Auszeichnungen bei ihr auslösen: „Für die Arbeit, die ich geleistet habe, anerkannt zu werden, ist eine schöne Sache für die Seele. Ich habe geweint, als ich diese Auszeichnung erhalten habe. Die Ironie ist, dass Deborah Kara Unger, die mir den Preis überreichte, in meinem ersten Film Luminous Motion von Better Gordon mitspielte. Sie hat mir die rührendste Hommage gemacht. Ich bete nur, dass ich mit jedem Kunstwerk, mit jeder Aufführung mindestens einem Menschen das Gefühl gebe, weniger allein zu sein, ich fühle mich demütig und dankbar. Und ich danke Gott, weil es Gott ist, der durch mich spricht. Zudem danke ich dafür auch Hopper Penn, der die mitfühlendste und zarteste Seele war, niemand hätte eine bessere Leistung aus mir herausholen können“, sagt sie. Das schönste findet sie, dass es im Film für alle Liebe gibt und darin sieht sie auch ein grosses Stück an Wahrheit. Wenn sie den Film in drei Worten beschreiben müsste, würde sie auf die Worte von Lord Byrons Fluch der Dichter zurückgreifen. „Die späte Reue der Liebe».
Chilitalk bedankt sich bei Paz de la Huerta für das schöne Interview.
Credits Titelbild: Stellar Managements
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